Der Auftakt führt dich vom stolzen Hohenzollern hinauf auf windoffene Grate, wo das Vorland wie ein Teppich liegt. Alte Forstwege wechseln mit wurzeligen Pfaden, Spechte trommeln, Bussarde kreisen. Im Echaztal tauchst du in kühlere Luft, hörst Wasser plätschern und siehst in der Ferne bereits den Felsensporn, auf dem Lichtenstein thront. Diese Etappe schenkt dir frühe Höhepunkte, doch fordert sie achtsame Schritte, besonders bei Nässe auf dem hellen, glatten Kalk.
Hinter Lichtenstein zieht der Weg über wellige Albhochflächen, dann abrupt an den Trauf mit seinen messerscharfen Kanten. Plötzlich öffnet sich der Blick zur Ruine Reußenstein, die wie ein Wächter über dem Filsgebiet steht. Alte Sagen erzählen hier vom kühnen Sprung eines Ritters, während heute Dohlen durch den Aufwind tanzen. Kurz vor der Burg überraschen steinige Stufen, knorrige Kiefern und eine Rastbank, die jeden Sonnenstrahl feiert und Geschichten sammelt.
Das Finale krönt deine Reise mit zwei aussichtsreichen Giganten. Hohenneuffen erhebt sich als mächtige Ruine, deren Mauern vom Fernweh vergangener Garnisonen künden. Weiter führt ein aussichtsreicher Kammweg zur Teck, wo Abendrot die Albkante in warmes Kupfer taucht. Ein leiser Wind blättert die letzten Seiten deiner Tour um, während unten die Lichter im Filstal beginnen zu glimmen. Wer hier innehält, spürt, wie Wege zu Erinnerungen werden, die lange tragen.
All Rights Reserved.